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„Im Coaching hat sich bei mir was verändert“

Montag, 18 Januar 2021

Erst Teilnehmer, dann Azubi, heute Fachkraft im Wunschberuf

Im Dezember 2020 ruft Philipp Beck in der VFBB-Zentrale an und erzählt, wie es ihm seit 2016 ergangen ist. Wir erinnern uns noch gut an den ehemaligen Teilnehmer, der über „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ Unterstützung erhalten und den Zugang zur Ausbildung gefunden hat. Heute hat er längst seine Passion in der Unterhaltungselektronik gefunden und die Abschlussprüfung zum Einzelhandelskaufmann in der Tasche.

„Ohne die Unterstützung hätte ich heute sicher keine abgeschlossene Ausbildung.“

An seine Zeit beim VFBB e. V. erinnert sich Philipp Beck sehr genau, obwohl sie sehr hart für ihn war. „Vorher hatte ich in meinem Leben so ziemlich alles an die Wand gefahren, ich musste persönliche und gesundheitliche Probleme bewältigen. Mehrere berufliche Wege hatte ich bereits ausprobiert, aber dann abgebrochen“, berichtet er. „Ich erinnere mich sehr gut an die VFBB-Coaches Stephan Brader und Michael Fehn, sie waren menschlich total in Ordnung, aber auch sehr streng.“ Listen mussten geführt und Berichtshefte wöchentlich geschrieben werden. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit wurden konsequent eingefordert. „Irgendwann habe ich dann erkannt, dass ich genau diese Strenge brauche, damit sich bei mir was ändert“, erzählt er weiter. „Die Idee, einen Beruf im Verkauf zu wählen, war zunächst undenkbar für mich, doch Herr Brader hat mir geraten, es einfach mal auszuprobieren. Dafür bin ich heute noch dankbar.“

„Ich habe erkannt, dass mir die Ausbildung ein besseres Leben ermöglicht.“

Auf den Rat des VFBB-Coaches ließ er sich ein. Philipp kam 2016 zunächst über ein kurzes Probepraktikum, dann über die Einstiegsqualifizierung „Rückenwind“ in ein Speyerer Elektrogeschäft, wo er 2017 in die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann übergegangen ist. „Ich liebe Technik und ich berate gerne Menschen. Privat habe ich anderen schon immer gerne technische Geräte erklärt. Und plötzlich habe ich das den ganzen Tag gemacht und wurde dafür bezahlt.“ Mit dieser Erfahrung konnte er Motivation entwickeln, um die Ausbildung durchzuziehen. Eine geregelte Tagesstruktur, kleine Erfolge und schließlich der Verdienst ließen ihn erkennen: „Ich brauche den Job, er ermöglicht mir ein besseres Leben.“ Im Betrieb lief es immer gut, in der Berufsschule weniger. „Wenn ich im Unterricht war, konnte ich gute Leistungen bringen. Aufgrund meiner

damaligen Probleme hatte ich aber auch viele Fehltage. Trotzdem habe ich die Teil-1-Prüfung mit sehr gut bestanden und war ziemlich zuversichtlich, dass die Abschlussprüfung ebenso gut laufen wird.“ Doch dann kam es anders: Trotz sorgfältiger Vorbereitung des Prüfungstages kam es schon morgens zu einer Verkettung widriger Umstände. „Es war einfach nicht mein Tag. Ich war so aufgeregt, dass ich mich nicht konzentrieren und meine Leistungen nicht abrufen konnte. Das war sehr enttäuschend für mich“, erklärt er. „Schließlich habe ich bestanden, wenn auch die Abschlussnote meine Leistung nicht realistisch widerspiegelt.“ Im Ausbildungsbetrieb hat er nur gute Erfahrungen gemacht, nach der Prüfung wurde er weiter beschäftigt.

„Ich will einen guten Job machen und mich weiterentwickeln.“

Ende 2020 folgte er seinem Wunsch nach Veränderung und wechselte in den Kundenservice eines Neustadter Elektromarktes. „Zunächst hatte ich Bedenken wegen meiner Abschlussnote. Doch im Bewerbungsgespräch und bei der Probearbeit konnte ich den Chef überzeugen, die Chemie hat sofort gestimmt.“ In diesem größeren Unternehmen mit mehr Waren, einem komplexeren Serviceangebot sowie einem deutlich größeren Team und vielen Niederlassungen sieht er gute Entwicklungsperspektiven für sich.

Heute geht es Philipp Beck persönlich und beruflich sehr gut. Er kann seine Technikbegeisterung im Beruf ausleben, in der Kundenberatung hat er seine Passion gefunden. „Bis heute habe ich mehr das Gefühl, für mein Hobby bezahlt zu werden, als einen Beruf auszuüben.“

„Ich stehe zu meinem Werdegang. Ich habe zwar etwas länger gebraucht als andere, aber es ist ja was aus mir geworden.“

Wenn Teilnehmende unserer Projekte durch Unterstützung und Begleitung gestärkt in den Ausbildungsmarkt einmünden und damit die Basis für ihre berufliche Entwicklung schaffen, geht dies oft mit einem sichtbaren Reifeprozess und positiver Persönlichkeitsentwicklung einher. Philipp konnte im Projekt „JUGEND STÄRKEN Im Quartier“ seine Motivation steigern, die erforderliche Lernbereitschaft entwickeln und Angebote gut für sich nutzen. Sein Werdegang spiegelt den nachhaltigen Erfolg gezielter Ausbildungsförderung, aber vor allem sein eigenes Durchhaltevermögen. Es freut uns ganz besonders, dass sich Philipp Beck Jahre später bei uns gemeldet und uns seinen Werdegang erzählt hat. Wir bedanken uns und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg im Beruf.

Jugend Staerken im Quartier Logo RGB

 

Über das Projekt:
"JUGEND STÄRKEN im Quartier“ unterstützt junge Menschen bei der Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft. Ziel ist es, sie zu aktivieren sowie ihre Kompetenzen und ihre Persönlichkeit zu stärken.
Das Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

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JUGEND STÄRKEN im QUARTIER: Integration in Ausbildung und Arbeit
JUGEND STÄRKEN im QUARTIER: Integration in Ausbildung und Arbeit

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